Künstlerleben in der klassischen Galerie und/oder Künstler bei art4berlin

Wie muss man sich eigentlich das Künstlerleben vorstellen? Der Künstler hat seinen Abschluss an einer tollen Universität gemacht und startet jetzt hauptberuflich durch, sucht sich ein Atelier und einen Galeristen.

Ein Atelier zu finden ist in einer großen Stadt wie z.B. Berlin schon recht schwierig aber machbar, einen Galeristen dagegen zu finden, ist schon fast unmöglich.

Aber gehen wir doch auch hier einmal sehr positiv heran und sagen, der Künstler bzw. die Künstlerin hat ihren Galeristen gefunden.

Die Galerie übernimmt die Aufgaben der Betreuung, Präsentation, Organisation und natürlich als Wichtigstes die Vermarktung der Künstler und erhält dafür eine Provision, meist in der Höhe zwischen 40 und 60%.

Vertraglich wird auch festgelegt, dass der Künstler seine Werke nur über diesen, seinen Galeristen verkaufen darf.

Übrigens sprechen wir hier nicht über unsere Galerie, sondern über normale Galerien, die ganz klassisch arbeiten, über uns sprechen wir später.

Spannend wird auch noch einmal wie der klassische Galerist Bilderpreise ermittelt. Dazu gibt es eine einfache Formel und die lautet: Breite + Höhe x Künstlerfaktor.

Der Künstlerfaktor liegt bei angehenden Künstlern für Gemälde bei 5 bis 10 und ist nach oben offen.

Ein Gemälde mit der Größe 1,40 m x 1,40 m wird bei einem Faktor 8 ca. 2240 € kosten, bei einem Anteil der Galerie von 50 % geht schon mal die Hälfte weg.

Ich habe schon Künstler erlebt, die alle drei Monate ein Bild für 10.000 € verkauft haben, mussten aber 60 % an den Galeristen abgeben und konnten somit auch nicht davon leben.

Man kann sich jetzt leicht ausrechnen wie viele Bilder der Künstler verkaufen muss, um davon leben zu können, sein Atelier zu bezahlen, seine Wohnung zu bezahlen und zu essen braucht er schließlich auch noch, ach, die Versicherungen haben wir noch ganz vergessen.

Einfach zu überschauen, dass diese Rechnung nicht aufgeht und der Künstler auf einen Nebenjob angewiesen ist.

Und jetzt kommen wir ins Spiel: art4berlin

Das Problem ist nur, dass der Künstler gar nicht mit uns arbeiten darf, weil er vertraglich an einen klassischen Galeristen gebunden ist.

Um diese Schwierigkeit zu lösen sind wir vor Jahren nach intensiven Gesprächen mit Künstlern gemeinsam auf die Idee gekommen, dass die Künstlerin oder der Künstler einen zusätzlichen Künstlernamen annehmen können, mit dem sie exklusiv für art4berlin malen.

So bricht der Künstler seinen Vertrag nicht, denn der klassische Galerist ist an der Markenbildung seines wirklichen Namens interessiert.

Keiner unserer Künstler ist in irgendeiner Weise vertraglich an uns gebunden, wir kaufen die Gemälde, gerne auch mehrere und bezahlen sofort, Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen.

Klassische Galerien haben in der Regel alle Bilder nur auf Kommissionsbasis, heißt übersetzt: nicht verkauft, zurück an den Künstler, kein Geld verdient.

Natürlich könnte man jetzt sagen, es gibt auch genügend Künstler, die gar keinen Galeristen haben, mit denen könnten wir zusammenarbeiten. Das tun wir auch.

Diesen Künstlern empfehlen wir, sich auch einen Künstlernamen für unsere Galerie zuzulegen, denn ein Künstler darf seine Bilder nicht zu Dumpingpreisen oder über Sale Aktionen verkaufen. Er würde seinen Namen ruinieren und nie wieder aus dem Tiefpreissegment, in dem wir uns bewegen, herauskommen. Eines der vielen ungeschriebenen Gesetze im Kunstbusiness.

Wir möchten schließlich keinem Künstler bei seiner Karriere im Wege stehen.

So haben wir eine Möglichkeit gefunden, die für den Künstler und für uns gut funktioniert. Mit uns verdienen die Künstler sicher mehr als das in einem klassischen Nebenjob möglich ist und auch wir können Bilder zu den Preisen verkaufen, die zu unserem Geschäftskonzept passen.

In den 20 Jahren unserer Existenz, von “Atelier-Outlet” zu “art4berlin Galerie”, hat sich das Motto unseres Geschäftskonzept zwar immer wieder verändert, ist aber im Kern gleich geblieben: “Wohnen mit Kunst”, “Kunst muss nicht teuer sein”, “Art Sale”, “Kunst – außergewöhnlich günstig”, „Nonames but Smart“.

Unser Anliegen war es nie eine Wertanlage oder einen Namen zu verkaufen. Bei uns sollten es immer schöne, große Gemälde zu außergewöhnlich günstigen Preisen sein. Und das wird sich in diesem Leben auch sicherlich nicht mehr ändern.

Eine Bitte zum Schluss: Künstler, die diesen Artikel lesen, bitte bewerben Sie sich nicht, wir arbeiten mit einem festen Künstlerstamm und haben schon mehr Bewerbungen als wir bearbeiten können.